Wahlkreistage in Teltow-Fläming


Am 14.03.19, um 08:04 Uhr

Gespräch mit der Flüchtlingsinitiative in Jüterbog.

Am 27.02.

Am 20.11.2015 wurde der evangelische Jugendklub und Flüchtlingstreff in Jüterbog im Anschluss einer NPD-Demonstration Opfer eines Brandanschlages. Ich traf mich  am 27.02.2019, also mehr als 3 Jahre nach dem Anschlag – der offiziell noch immer unaufgeklärt ist – mit der Flüchtlingsinitiative an Ihrem aktuellen Standort um sich über die aktuelle Situation und derzeitige Projekte zu informieren. Er traf Vertreter einer noch immer sehr aktiven und engagierten Initiative. Interessante Projekte wie beispielsweise „Kochen mit Freunden“, ein Näh- und Handarbeitsraum, eine Kleiderkammer sorgten unter anderem dafür, dass die Flüchtlingshilfe Jüterbog 2018 mit dem „Band für Mut und Verständigung“ ausgezeichnet In der Begründung wurde „das langjährige, mutige Engagement für ein reges Gemeindeleben zwischen Einheimischen und Zugewanderten, dem Durchhalten trotz Anfeindungen und teilweise fehlender lokaler Unterstützung, dem Engagement für ein gleichberechtigtes und auf gegenseitigem Respekt gelebten Miteinanders in Jüterbog“ genannt. Diese fehlende lokale Unterstützung aus der Verwaltung, speziell durch die Person des Bürgermeisters, stellen in der Tat weiterhin ein großes Problem dar. Die engagierten Helfer vor Ort werden sich dadurch jedoch nicht stoppen oder gar bremsen lassen.

Kinderarmut heißt auch Jugendarmut! In meiner Rede vor dem deutschen Bundestag sagte ich: „...wir brauchen gerade für diese jungen Menschen eine gut ausgebaute Kinder- und Jugendhilfe, die auch Hilfe für junge Volljährige leistet. Denn es kann doch nicht sein, dass ich für meine Kinder, wenn sie volljährig sind, immer noch gut sorgen und sie durchbringen kann, dass aber Kinder, die in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe oder in Heimen leben, dort herausfliegen, wenn sie 18 Jahre alt sind, und dann häufig in die Obdachlosigkeit rutschen.“ Wegen genau dieser Thematik besuchte ich das Kinder und Jugendheim „Heinrich Zille“ des GFB in Luckenwalde.
Der Einrichtungsleiter Herr Schidlowsky stellte in dem Gespräch das Jugendheim vor. Ddie Betreuung für die Jugendlichen bis zu Ihrem 18. Lebensjahr ist gut, danach wird sie jedoch immer niedrigschwelliger. Aber ein Jugendlicher muss sich ausprobieren dürfen, muss auch mit Anfang / Mitte zwanzig nochmal was neues beginnen dürfen. Diese Möglichkeiten sind für ehemalige Jugendliche aus Einrichtungen der Jugendfürsorge stark eingeschränkt. Weiterhin informierte ich mich über den geplanten Neubau von zwei Gruppenhäusern in Ludwigsfelde.

Am 05.03.

„Gesundheit ist keine Ware: Krankenhäuser gehören nicht in Investorenhände“ - das dieser Slogan der LINKEN seine absolute Berechtigung hat, zeigt sich eindeutig am Beispiel des DRK-Krankenhauses Luckenwalde. Seit Mitte Dezember ist die Insolvenz des Krankenhauses öffentlich bekannt. Ich traf mich zu einem Gespräch mit dem ärztlichen Geschäftsführer Dr. med. Uwe Bust und dem Rechtsanwalt Dirk Schoene welcher der Generalbevollmächtigte des Insolvenzverfahrens ist. Zum Zeitpunkt des Gesprächs war das Bieterverfahren noch nicht abgeschlossen, es wurde aber signalisiert, dass eine Kommunalisierung des Krankenhauses auf keinem Fall zur Debatte stünde. Der Standort Luckenwalde wäre auf Grund der Berlinnähe und des Personals bei Investoren sehr gefragt. Es bestehe keine Gefahr, dass das Krankenhaus als Standort der erweiterten Grundversorgung wegfällt. Dennoch wurde angedeutet, dass sowohl fachliche als auch personelle Strukturänderungen notwendig seihen. Wir als Linke werden den weiteren Werdegang kritisch begleiten.