In tiefer Trauer um Sascha Wagener

Nimm Dir Zeit für Deine Freunde, sonst nimmt die Zeit Dir Deine Freunde.

Liebe GenossInnen und FreundInnen,

es gibt Dinge, für die die rechten Worte so unendlich schwierig sind.

Wir trauern um unseren Genossen, Mitstreiter und Freund Sascha Wagener, der heute Morgen im Alter von nur 33 Jahren verstarb. Unsere Gedanken sind in diesen traurigen Stunden auch bei seinen Eltern und seiner Freundin.

Sascha lebte die vielen Gesichter einer sozialistischen Jugendbewegung des letzten Jahrzehnts. Geboren in Luxemburg, wurde er mit 16 Jahren Mitglied der Kommunistischen Partei, verließ diese und wurde in der Luxemburger Sozialdemokratie aktiv. Als er 1999 wegen des Kosovo-Krieges aus der LSAP austrat, war er Parteivorstandsmitglied und Vorsitzender der Luxemburger Jungsozialisten. Sein Weg führte ihn nach Deutschland, wo er in Trier ein Studium aufnahm und als Landessprecher von [’solid] Rheinland-Pfalz den neugegründeten PDS-Jugendverband mit aufbaute.

Von Anfang an war Sascha in der Sozialforenbewegung aktiv und nahm für die PDS 2001 am ersten Weltsozialforum in Porto Alegre teil. Die aktive Mitgliedschaft von [’solid] in Attac und ENDYL (European Network of Demokratic Young Left) ging auch auf seine Initiative zurück. v Von 2005 bis 2007 setzte sich Sascha unermüdlich für die Gründung des gemeinsamen Jugendverbandes der neuen Partei DIE LINKE ein. Ohne seinen Einsatz würde es die Linksjugend [’solid] heute so nicht geben. Er gehörte dem letzten Parteivorstand der PDS und dem ersten der LINKEN als jugendpolitischer Sprecher an.

Wir werden Sascha als den in Erinnerung behalten, der er für FreundInnen und GenossInnen war: Ein liebenswerter Mensch, der mit Leidenschaft aber auch scharfsinnigem Verstand kämpfte und mit seinem Witz Menschen begeistern konnte.

Wir werden dich vermissen, Sascha.

Der BundessprecherInnenrat der Linksjugend [’solid]

 
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